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Profilbild ARTMEA Galeriekünstler Dimitri Vojnov

Dimitri Vojnov

 Surrealistische Malerei · Zeichnung · Skulptur · Keramik 


"Ich habe mich der Malerei verschrieben wie ein Mönch seiner Kirche. Ich predige nicht, ich beichte. 

Ich bin kein Maler. Ich bin ein Beichtender"


            Dimitri Vojnov, 1946–2026 

In memoriam Dimitri Vojnov †

   Mit Dimitri Vojnov hat die Kunstwelt eine unverwechselbare künstlerische Persönlichkeit verloren. Der bulgarisch-deutsche Maler, Grafiker, Bildhauer und Autor verstarb im März 2026.

Vojnovs Werk entzieht sich dem Gefälligen und Eindeutigen. Seine Bilder erzählen von menschlichen Leidenschaften und Abgründen, von gesellschaftlichen Inszenierungen, Erinnerungen, Sehnsüchten und Widersprüchen. Mit großer malerischer Präzision verband er Realität und Fantasie, Schönheit und Groteske, Erotik, Ironie und Provokation.

Hinter der bisweilen opulenten und surrealen Bildwelt stand ein Künstler mit klassischer akademischer Ausbildung, ausgeprägtem kunsthistorischem Bewusstsein und einer sehr persönlichen Vorstellung davon, was Kunst leisten muss: Sie sollte nicht nur betrachtet werden, sondern berühren, irritieren und zum Entschlüsseln anregen.

Die Verbindung von ARTMEA zu Dimitri Vojnov reicht viele Jahre zurück. Bereits in den 1990er-Jahren präsentierten wir seine Werke in unseren damaligen Galerien in Mannheim und Dresden. Diese frühe Zusammenarbeit und die zahlreichen späteren Begegnungen mit seinem Schaffen sind für uns von besonderer Bedeutung.

Dimitri Vojnov hinterlässt ein außerordentlich umfangreiches und vielgestaltiges Œuvre. Sein Tod beendet sein künstlerisches Schaffen – nicht jedoch die Wirkung seiner Kunst. Seine Arbeiten bleiben kraftvoll, eigenständig und von überraschender Aktualität.

ARTMEA wird Dimitri Vojnov ein ehrendes Andenken bewahren und die weitere Würdigung seines künstlerischen Lebenswerks aufmerksam begleiten.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Menschen, die ihm nahestanden.

Künstlerprofil

Ein Grenzgänger zwischen Realität und Surrealismus

Dimitri Vojnov wurde 1946 in Bulgarien geboren und studierte von 1967 bis 1972 an der Nationalen Akademie der Schönen Künste in Sofia. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Künstler in den Bereichen Malerei und Grafik. Von 1981 bis 1985 lehrte er Malerei an der Akademie in Sofia.

1986 kam Vojnov nach Deutschland. Nach Jahren in Berlin lebte und arbeitete er seit 1996 in Kelkheim-Ruppertshain bei Frankfurt am Main. Dort entstand ein umfangreiches Œuvre aus Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und literarischen Arbeiten.

Seine klassisch-akademische Ausbildung ist in der Präzision seiner Malerei unverkennbar. Zugleich entwickelte Vojnov eine eigenständige surrealistische Bildsprache. Seine Arbeiten zeigen fantastische, erotische und mitunter groteske Szenarien, in denen Realität und Vorstellung ineinander übergehen.

Immer wieder setzte er sich mit den großen Künstlern der Kunstgeschichte auseinander. Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Diego Velázquez, Rembrandt, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, René Magritte, Salvador Dalí, Jan Vermeer und Joseph Beuys gehörten zu den Künstlerpersönlichkeiten, auf die er sich bezog. Seine Bewunderung und zugleich selbstbewusste Auseinandersetzung mit ihnen fand unter anderem in dem großformatigen Werk „Meine Lehrer“ und in einer Gruppe plastischer Künstlerporträts ihren Ausdruck.

Vojnovs Bilder erzählen Geschichten. Manche beruhen auf persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen, andere entstanden aus seiner Fantasie. Häufig nahm er gesellschaftliche Rollen, Eitelkeiten und Abgründe in den Blick. Seine Werke sind sinnlich, provokant und skurril – zugleich bleiben sie technisch präzise und voller kunsthistorischer Anspielungen.

Ihre Symbolik erschließt sich nicht immer auf den ersten Blick. Vojnov überließ es den Betrachtenden, die verborgenen Zusammenhänge, Figuren und Erzählungen selbst zu entdecken.

 

Arbeitsschwerpunkte

Malerei - Öl und Acryl, Zeichnungen - Pastell, Kohle,  Acryl, Skulpturen und Keramiken, Arbeit als Autor


Ausstellungen - Auswahl 

Dimitri Vojnovs Werke wurden in Deutschland und international präsentiert, unter anderem im Salon d’Automne in Paris, in der Galerie Mentana in Florenz, der Galerie Edition 88 in Luxemburg, der Galerie Rakursi in Sofia, der Parallax Art Fair im Chelsea Town Hall in London, der Galerie Artpoint 222 in Wien, der Kunsthalle Kühlungsborn, dem Kunstmuseum Hollfeld und im Grand Hotel Heiligendamm.

Weitere Stationen seines künstlerischen Wirkens waren unter anderem Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, Wiesbaden, Zürich, Budapest, Palma de Mallorca und Breslau.

Öffentlich zugängliche Arbeiten befinden sich unter anderem im Landratsamt des Main-Taunus-Kreises und im Rathaus Kelkheim.

Das Werk Dimitri Vojnovs

 Der umfangreiche künstlerische Nachlass Dimitri Vojnovs befindet sich derzeit in einer Phase der Sichtung, Dokumentation und kuratorischen Aufarbeitung. Zugleich werden künftige museale und institutionelle Präsentationen seines Lebenswerks vorbereitet.

Aus diesem Grund stehen Werke aus dem Nachlass gegenwärtig grundsätzlich nicht zum Verkauf.

Die auf dieser Seite gezeigten Arbeiten vermitteln einen Einblick in die außergewöhnliche Vielfalt seines Schaffens. Sie sind nicht automatisch als verfügbare Verkaufsangebote zu verstehen.

ARTMEA wird zu gegebener Zeit über neue Ausstellungen, Projekte und mögliche Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Werk Dimitri Vojnovs informieren.

Bei Fragen zu einzelnen Arbeiten, zu ihrer Verfügbarkeit oder zu Werken aus Privatbesitz kontaktieren Sie uns bitte unter info@artmea.de

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Aktuell im Kundenauftrag angeboten

Venus & Pegasus / Venus & Pan

Eine Bronze. Zwei Köpfe. Vier Gesichter. Zahlreiche Identitäten.


Die 1995 entstandene Bronze gehört zu den außergewöhnlichen plastischen Arbeiten Dimitri Vojnovs. Ihr drehbarer Oberkörper und zwei austauschbare, jeweils doppelseitig gestaltete Köpfe ermöglichen unterschiedliche Erscheinungsformen.

Je nach Zusammenstellung begegnet uns die Figur als Venus oder Pan, als menschliche oder tierhafte Gestalt, weiblich, männlich oder bewusst uneindeutig. Das Werk verändert mit der Perspektive nicht nur sein Gesicht, sondern seine gesamte Identität.

Damit verdichtet die Bronze zentrale Themen in Vojnovs Schaffen: Verwandlung, Mythologie, Körperlichkeit, Ambivalenz und das Spiel mit vertrauten Bildern.


Werkdaten
Bronze, 1995; Exemplar 4/7
Höhe ca. 51–54 cm, abhängig vom eingesetzten Kopf
Maximale Breite ca. 24 cm
Gewicht ca. 19,5 kg
Drehbarer Oberkörper
Zwei austauschbare Köpfe mit insgesamt vier Gesichtern

 

Angebot aus Privatbesitz

Die Bronze gehört nicht zu den aktuell in Aufarbeitung befindlichen Beständen des künstlerischen Nachlasses. Sie wird von ARTMEA im Auftrag ihres privaten Eigentümers vermittelt.

Preis und weiterführende Unterlagen auf Anfrage

Gerne stellen wir Ihnen zusätzliche Ansichten und Informationen zur Verfügung oder koordinieren eine persönliche Besichtigung.

Kontakt: info@artmea.de 


 Die dargestellte Raumsituation wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dient ausschließlich der Veranschaulichung möglicher Raumwirkung. Maßstab und Proportionen können vom Originalwerk abweichen. 

KONTAKT
E-MAIL:  info@artmea.de

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